Episode 879: Der tote Winkel in der Umkleidekabine (Teil 2)

Heute lief in Japan die Episode 879 mit dem übersetzten Titel Der tote Winkel in der Umkleidekabine (Teil 2).

Episode 879: Der tote Winkel in der Umkleidekabine (Teil 2)
Inhalt Manga-Umsetzung aus Band 91/92; zu den Zusammenfassungen der letzten Episoden bei uns

Megure und Takagi verhören Reia, Ayami und Tomoyo nun getrennt von einander, Masumi und Conan sind dabei ebenfalls anwesend. Die Polizisten fragen zuerst Reia nach der Reihenfolge, in der die Kundinnen in die Umkleide gingen. Laut der Verkäuferin war Ayami die Erste; sie hatte vergessen, wo die Umkleidekabinen genau waren, deshalb hatte Reia ihr den Weg gezeigt. Zu diesem Zeitpunkt standen die weißen Sandalen bereits vor dem geschlossenen Vorhang der rechten Kabine. Als Nächstes kam das Opfer und hat die einzige offene Kabine in der Mitte belegt. Takagi kommt nun auf den Streit zwischen Reia und Ritsuko zu sprechen: Ritsuko war erzürnt wegen Reias Ton ihr gegenüber und wollte für ihre Kündigung sorgen. Allerdings hatte Reia danach mit einer ihrer Kolleginnen gesprochen, welche ihr sagte, dass Ritsuko exakt dieselbe Drohung schon einmal ohne Konsequenz ausgesprochen habe, deshalb solle Reia sich keine Sorgen machen. Conan fragt, warum Ritsuko gesagt hat, dass sie Reia heute zum ersten Mal trifft, da Sashihara und Reia vor einer Woche, als Tomoyo in der Umkleide wegen ihrer Hundehaarallergie ohnmächtig wurde, schon einmal aufeinander getroffen waren. Reia vermutet, dass es eben einfach sei ihr Gesicht zu vergessen, da sie nur eine unbedeutende Verkäuferin ist. Unter Reias Hab und Gut befinden sich auch ein Paar weiße Sneaker, doch Reia trägt momentan schwarze Pumps. Die Verkäuferin erklärt, dass sie die Pumps nach Ladenschluss in ihrem Spind lässt und in den Sneakern nach Hause geht. Zum Abschluss wird Reia von Takagi noch um eine Skizze der weißen Sandalen gebeten.

Ayami gibt bei ihrem Verhör an, außer den Sandalen nichts Verdächtiges gehört oder gesehen zu haben. In ihrer Handtasche befinden sich zwei Schachteln in Geschenkpapier, welche laut Yamaki neue Produkte von Ritsukos Firma enthalten, die für den Besitzer dieses Kleidungsgeschäfts gedacht waren. Takagi bittet nun auch Ayami um eine Skizze der Sandalen. Tomoyo erzählt in ihrem Verhör von ihrem Allergieschock vor einer Woche, wegen den Hundehaaren an Ritsukos Kleidung. Takagi erzählt Megure, dass die Spuresicherung auch heute in der Umkleidekabine des Opfers viele Hundehaare gefunden hat. Tomoyo berichtet zudem, dass sie zwischen 14:43 und 14:44 in die rechte Umkleidekabine gegangen sei, also muss der Kunde mit weißen Sandalen vorher gegangen sein. Tomoyo hat in ihrer Einkaufstüte faltbare Hausschuhe dabei, da sie demnächt nach China reisen wolle. Megure spekuliert, dass man mit einem Trick die Hausschuhe wie weiße Sandalen aussehen lassen könnte. Tomoyo findet die Unterstellung unerhört, da die Hausschuhe beige sind und die Sandalen auch ganz anders ausgesehen haben. Auch sie zeichnet für Takagi eine Skizze der Sandalen.

Megure, Conan und Masumi betrachten außerhalb des provisorischen Verhörraums die drei Skizzen, aber diese stimmen alle in etwa überein. Takagi kommt nun auch wieder dazu, da die Spurensicherung in einem Mülleimer nahe den Umkleidekabinen eine Schere, Restklebeband und einen intakten, sowie einen zerteilten Strohhalm gefunden hat. Unterdessen werden Conan und Masumi von Ran und Sonoko angesprochen, die hinter der Polizeiabsperrung warten. Sonoko erkundigt sich, ob der Täter noch immer unbekannt sei, doch Conan und Masumi sagen, dass sie die Identität des Mörders bereits kennen, jedoch versteht Masumi noch nicht, wieso das Opfer keinen Lärm gemacht hat. Sonoko vermutet, dass der Täter einer der Gesichtsmasken verwendet hat, die in Läden ausgegeben werden, damit Frauen beim Anprobieren nicht ausversehen Make-Up auf die Klamotten schmieren. Diese Gesichtsmasken werden meist in den Umkleidekabine in einer Box aufbewahrt und jede Kundin kann sich dann eine nehmen. Dadurch erhalten Conan und Masumi einen Geistesblitz und stellen fest, dass dies bereits der zweite Mordversuch ist.

Takagi hat die Überwachungskameras des Ladens überprüft und berichtet Megure, dass die Füße vieler anderer Kunden auf den Aufnahmen nicht zu sehen sind, weswegen die Polizei nicht bestätigen kann, dass einer der anderen Kunden die weißen Sandalen getragen hat. Der Täter ist also entweder entkommen oder ist einer der drei versammelten Frauen: die Verkäuferin Reia Nanbu, Ayami Yamaki, eine Angestellte des Opfers und Tomoyo Nitsuka, eine Kundin mit einer Hundehaarallergie. Megure und Takagi wundern sich allerdings noch immer darüber, warum das Opfer nicht geschrien oder generell irgendeinen Lärm gemacht hat, als sie vom Täter angegriffen wurde. Conan und Masumi erklären den beiden Polizisten, dass das Opfer zum Zeitpunkt der Tat bewusstlos war. Dazu hat der Täter die Gesichtsmaske, welche in den Umkleidekabinen ausliegt, damit das Make-Up von Frauen nicht auf die anprobierten Kleidungsstücke geschmiert wird, mit Chloroform getränkt. So hat das Opfer das Chloroform kontinuierlich eingeatmet und verlor schließlich das Bewusstsein. Megure spekuliert, dass der Täter dann ja einen Fläschchen mit Chloroform dabei haben müsste, doch Conan erwidert, dass ein Strohhalm voller Chloroform bereits ausreicht. Dazu musste der Täter nur zu Hause mit einem Glätteisen eine Seite des Strohhalms versiegeln, ihn dann mit Chloroform füllen und dann auch die andere Seite mit dem Glätteisen versiegeln. So konnte der Täter das Chloroform unauffällig transportieren und musste in der Umkleidekabine nur eine der Seiten mit einer Schere aufschneiden. Takagi erkennt, dass die Schere und der Strohhalm, den die Spurensicherung in einem Mülleimer nahe den Umkleidekabinen gefunden hat, somit wichtige Beweisstücke sind und geht, um eine genauere Untersuchung zu veranlassen.

Zudem erklärt Masumi, dass dies bereits der zweite Mordversuch war. Als Tomoyo vor einer Woche in den Umkleidekabinen ohnmächtig geworden ist hatte sie keine allergische Reaktion auf Hundehaare, sie hatte die Kabine mit der getränkten Gesichtsmaske erwischt, weswegen der Täter diesmal sichergestellt hat, dass das Opfer die mittlere Kabine mit der vorbereiteten Gesichtsmaske zuerst betritt. Megure wirft ein, dass das Opfer aber auch in die rechte, unbenutzte Kabine hätte gehen können, doch Masumi erwidert, dass der Täter dazu die weißen Sandalen benutzt hat. Der Täter hat einfach den Vorhang der Kabine zugezogen und die weißen Sandalen davorgestellt, um es so aussehen zu lassen, als ob diese belegt wäre, damit das Opfer die mittlere Kabine benutzt. Somit ist der Täter die Kundin, die sich in der linken Kabine aufgehalten hat: Ayami Yamaki.

Ayami ist bestürzt und argumentiert, dass sie ja keine weißen Sandalen dabei hatte und auch in der Nähe keine Sandalen gefunden wurden. In diesem Moment kommt Ran zurück und hat in Conans Auftrag einige Sachen gekauft: Brandsohlen, Tesafilm und weiße Bänder. Sonoko fragt nach dem Sinn dieser Gegenstände, woraufhin Conan sagt, dass er damit eine andere Kundin erschaffen will. Er wickelt und faltet das Band nun um eine Brandsohle und befestigt das Band mit dem Tesafilm, wodurch es wie eine Sandale aussieht. Damit die falschen Sandalen nicht zu flach wirken hat Ayami ihr Smartphone als Ersatz für Absätze benutzt, was man nicht sieht, wenn man von oben auf die Sandalen guckt. Ayami hatte zwei Geschenke dabei, welche beide mit weißen Bändern eingepackt waren. Nach dem Mord hat sie die weißen Bänder um die Geschenke gewickelt und die Brandsohlen in ihre eigenen Schuhe gelegt. Danach musste sie nur noch das übrig gebliebene Tesafilm entsorgen, welches die Spurensicherung dann später zusammen mit der Schere und dem Strohhalm im Müll gefunden hat. Auf dem Tesafilm sollten dementsprechend noch Fingerabdrücke sein, da man Klebeband nicht abwischen kann. Ayami sieht ihre Niederlage ein und gesteht die Tat.

Auf dem Weg nach Hause unterhalten sich Conan, Sonoko, Ran und Masumi noch ein bisschen über die Art, wie man in verschiedenen Ländern Zahlen mit den Fingern zeigt. Sonoko fragt dabei, ob man in ganz Europa die Zahl Drei mit dem Daumen, dem Zeigefinger und dem Mittelfinger zeigt, doch Conan erklärt, dass es regionale Unterschiede gibt, so zeigt man in England die Zahl Drei mit dem Zeigefinger, dem Mittelfinger und dem Ringfinger, genau wie in den USA und Japan also. Das bringt Conan wieder auf Masumis Verwirrung über diese regionalen Unterschiede während des Falls. Zudem erinnert er sich daran, dass Masumi während des Falls mit der roten Frau im Bezug auf einen Baseballschläger gefragt hat, ob man mit so einem dünnen Schläger überhaupt Bälle treffen kann. Conan spekuliert, dass Masumi den Baseballschläger mit einem Cricketschläger verwechselt haben könnte, da Cricket in England populärer als Baseball ist. Außerdem isst sie mit Messer und Gabel nicht mit der in Amerika üblichen Methode, sondern mit der in Europa üblichen; desweiteren benutzt sie für Fußball die Bezeichnung „Football“ und nicht die in den USA und Japan übliche Bezeichnung „Soccer“. Daraus schließt Conan, dass Masumi in den letzten drei Jahren nicht in den USA war, sondern in England. Gerade als er sich fragt, warum sie in dieser Beziehung lügen sollte, fällt him durch das Wort England wieder ein, woher die Erinnerungen vom Anfang des Falls stammen.

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Ausblick auf Episode 880: Die Detective Boys und die Geistervilla
11. November 2017

Na, hattet ihr euch schon gefreut, endlich Conans Erinnerungen an Masumi zu erleben. Tja, Pech gehabt, die Anime-Macher bescheren uns nächste Woche erstmal einen Filler mit den Detective Boys. Die Kinder landen in einer Geistervilla, quasi eine verspätete Halloween-Episode. Kann Conan das Rätsel des Anwesens lüften?

Alle kommenden Episoden im Überblick Quelle: Nippon TV. Bilder: © Gosho Aoyama / Shogakukan・Yomiuri TV・TMS 1996

 

 

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