Wort zum Sonntag: Ein Film aus einer anderen Dimension?

Film 18-JodieMit großem Tara und Täterätä wurde noch im vergangenen Jahr großspurig das Anime-Highlight für 2014 angekündigt. Gemeint ist natürlich keine x-beliebige Filler-Episode, wie sie jeder von und schreiben könnte, und auch nicht eine der zahlreichen Folgen, in denen Sera mal wieder ein neues Geheimnis auferlegt bekommt – nein: es handelt es sich um ein Projekt mit einem vollkommen anderen Kaliber oder vielmehr um den Scharfschützen aus einer anderen Dimension.

So und nicht anders lautet der Titel des achtzehnten Kinofilms, mit dem die Anime-Produzenten zum wiederholten Male einen Besucherrekord erreichen wollen und aus eben jenen Grund zum wiederholten Male vollmundige Versprechungen machen. Akai soll dabei sein, die restlichen FBI-Mitglieder natürlich auch und obendrein als besonderes Schmankerl noch die gute Masumi Sera, der man in der neueren Geschichte von Detektiv Conan kaum noch entrinnen kann.

Film 18-Poster

Was dran ist, möchtet ihr wissen? Und nein, es riecht nicht nach Mandeln und Nüssen – sondern auch dieses Mal wieder nach einer gehörigen Portion an Bomben und einem Hilfeschrei nach Shinichi Kudo. Im Trailer war der totgeglaubte Shuichi Akai bisher noch kein einziges Mal zu sehen, was einen Auftritt des FBI-Agenten ziemlich unwahrscheinlich macht.
Vielmehr wird der Film vermutlich das folgende Format haben: Ein Scharfschütze pflegt aus unerfindlichen Gründen einen Hass auf Shuichi Akai und will dafür auch dessen Familie in die Verantwortung ziehen. Da kommt ihm Sera natürlich gerade im rechten Moment vors Visier gelaufen, was Conan nicht mit ansehen will und ihr deswegen zur Hilfe eilt, um dann selber zum Ziel des Täters zu werden. Das FBI versucht im Hintergrund ebenfalls aktiv zu werden, da der Fall etwas mit ihrem ehemaligen Agenten Akai zu tun hat – kann im Endeffekt aber nichts machen und darf sich erneut durch Conan eines Besseren belehren lassen, der den Täter finden wird und mithilfe von Megure, Sato, Takagi, Shiratori und Chiba festgenommen werden kann. Friede, Freude, Eierkuchen!

Dann ist der Film auch schon vorbei, alle sind enttäuscht, weil die Organisation nicht auftaucht, und für 2015 wird selbstredend der neunzehnte Kinofilm angekündigt, der alles bisher Dagewesene erneut übertrumpfen soll. Großes Kino? Vielleicht – kommt auf die Größe des Kinosaals an, in dem man sich als Japaner den Film anschaut. Inhaltlich wird der Film allen Erwartungen zum Trotz nicht das bieten können, was wir von ihm erwarten. Und das ist im Großen und Ganzen auch gut so, denn die Handlung sollte immer noch unser Meister Aoyama vorantreiben und nicht die Anime-Produzenten, die selbst die beste Story zu einer der schlimmsten Filler-Episoden aller Zeiten machen könnten. Täterätä!

Ein Kommentar von Philipp S.

6 Gedanken zu „Wort zum Sonntag: Ein Film aus einer anderen Dimension?

  • 23. Februar 2014 um 18:36
    Permalink

    Das könnte durchaus stimmen. Spoiler: Die nächsten Wochen könnte es spannend beim Manga werden. Ich hab den Titel gelesen und der scheint auf die Vergangenheit eines Herrn Whisky Augenmerk zu legen.

    Da Aoyama mit dem Manga und dem Film eine Verknüpfung plant, damit man den Film in Ruhe ansehen kann, denk ich doch, dass die Story eine höhrere Wichtigkeit hat. Ich meine allem in allem sollten allmählich mal Antworten kommen und nicht laufend Fragen, die sich um die Natur Haarfarbe drehen. Nachher ist die Zahnpasta Tube noch wichtig. Ich mag Conan, aber so bisschen gefühl von Zielgerade sollte es schon geben 🙂

  • 23. Februar 2014 um 18:50
    Permalink

    Der Kommentar gefällt mir sehr gut. Ganz genau die selben Gedanken habe ich auch schon länger. Da wird so viel Aufsehen drum gemacht und die Spannung gesteigert. Am Ende werden aber sicher einige enttäuscht sein. Was niemand vergessen darf ist, dass dieses Jahr das 20-Jährige Jubiläum gefeiert wird. Da ist das ganz normal, dass ein solcher Kinofilm dann so hochgeputsch wird und man ihn als Großereignis präsentiert. Das ist alles Werbetaktik. Auch die Ankündigung, dass etwas canonisches im Film vorkommen soll, gehört alles zur Taktik um die Kassen klingeln zu lassen. Das wird am Ende wohl nur eine Kleinigkeit werden, die nicht der Rede wert ist. Die Haupthandlung ist und bleibt der Manga. Da es vor dem Kinofilm eine Verknüpfung zu dem Manga geben soll, wie man hier in einem Newsartikel lesen kann, ist davon auszugehen, dass nur ein Fakt aus dem Manga in den Film übernommen wird. Canonisch oder halbcanoisch wird der Film daher sicher nicht sein. Natürlich freue ich mich auf den Film. Große Erwartungen habe ich aber nicht.

  • 23. Februar 2014 um 18:57
    Permalink

    Einerseits stimme ich absolut zu – der achtzehnte Film wird niemals die Erwartungen der Fans erfüllen können, was auch ganz gut so ist, da nun mal der Manga Canon ist und auch bleiben soll, ohne noch störendes Filmmaterial dazuzurechnen. Aber andererseits finde ich, dass du den Film etwas arg schlecht machst, ohne ihn zu kennen; denn selbst, wenn er in gewissem Sinne eine Enttäuschung sein wird, irgendwo wird er auch gut sein und das im Vorfeld quasi abzustreiten, erscheint mir voreilig :-/

  • 24. Februar 2014 um 01:44
    Permalink

    Amen!
    Du sagst es! Ich gehe auch davon aus, dass es so oder so ähnlich abläuft. Im Endeffekt wird der Film also weniger spannend. Dafür überraschen mich die Filme immer, deren Trailer ich eigentlich langweilig finde. Aber was soll’s. Es kommen gute Charaktere drin vor, also will jeder den Film sowieso angucken, es wird neue Rekorde geben und am Ende kaufen noch mal alle die DVDs.

  • 24. Februar 2014 um 14:45
    Permalink

    Also ich freue mich schon riesig auf den Film. Meine Bros und ich gucken den dann wenn er in Deutschland kommt (ich hab sie dazu überredet). Das mal etwas mit Shuichi und den anderen kommt finde ich eigentlich ganz gut. Da ich noch nicht lange Fan von DC bin und dank der Spezial-Edition-Mangas überhaupt weiß das Shuichi angeschossen wurde, würde ich schon gerne wissen wie es weiter geht. Aber das ist Januar meine Meinung.

  • 25. Februar 2014 um 22:43
    Permalink

    ich mache keine großen hoffnungen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.