Kapitel 959: „Die Nacht, in der die Nue schreit“

Kapitel_959Kapitel 959 ist da, trägt den übersetzten Titel „Die Nacht, in der die Nue schreit“ und treibt den neuesten Fall mit Heiji Hattori voran.

Conan und Ran begaben sich zusammen mit Heiji und Kazuha in das abgelegene Yadori-Dorf in der Präfektur Shizuoka, weil Heiji dort nach einem Goldschatz suchen soll. Doch scheinbar hatte der Oberschülerdetektiv aus Osaka auch romantisches Interesse an dem Dorf. Dort trafen sie auf weitere Personen, die ebenfalls an der Suche nach dem Gold arbeiten sollten. Beim Abendessen erfuhren unsere Detektive von einem älteren Unfall, bei dem ein ausländischer Bergarbeiter bei der Suche von einem Erdrutsch erfasst wurde und verstarb. Kurz vor seinem Tod schrieb er die Buchstaben „nue“ auf einen Zettel, den Namen eines Fabelwesen, der sogenannten japanischen Chimäre. Und plötzlich ertönt im Wald um das Dorf ein fürchterlicher Schrei, der laut dem Archäologen Michiki der Schrei der Nue sei.

Inhalt Kapitel 959; zweites Kapitel zu Fall 277; später voraussichtlich in Band 90. Zu unseren Zusammenfassungen der vorigen Kapitel.
Auftretende Personen: Conan Edogawa, Ran Mori, Kazuha Toyama, Heiji Hattori, Densuke Takekuma (Bürgermeister), Michiki Tanzawa (Archäologe), Yasukatsu Someji (Historiker), Fumie Masuko (Schriftstellerin), Hajime Tsurumi (Reporter)
Ort: Gasthof im Yadori-Dorf

Kapitel_959-1Verängstigt wegen der Schreie fragen Kazuha und Ran den Archäologen Michiki, ob das legendäre Monster wirklich in diesem Dorf lebt. Michiki stellt klar, dass er kein Monster meint, sondern einen Vogel, die Bunt-Erddrossel. Dieser Vogel hat einen Ruf, der dem in den Sagen beschriebenen Ruf der Nue sehr ähnlich ist, weswegen man den Vogel oftmals ebenfalls als Nue bezeichnet. Michiki merkt an, dass der Vogel in dieser Region nicht heimisch ist, weswegen es sehr selten ist, hier seinen Ruf zu hören. Die Schriftstellerin Fumie wirft ein, dass der Bergarbeiter Charles Abel, der kurz vor seinem Tod die Buchstaben „nue“ auf einen Zettel schrieb, wohl eher den Vogel als das Monster gemeint haben wird. Der Reporter Hajime keift sie an und fragt, wie ein in einer Höhle verschütteter Bergarbeiter da unten einen Vogel gesehen haben soll und glaubt weiterhin an die Monster-Theorie. Heiji wirft ein, dass aber keiner der anderen Bergarbeiter ein Monster gesehen hat.

Der Historiker Yasukatsu vermutet hingegen ebenfalls, dass dieser Schrei nicht zu dem Vogel gehört, sondern zum Monster. Der Sage nach sei einst die Leiche einer Nue westlich vom See Hamana hier in der Präfektur Shizuoka zu Boden gefallen; in der Stadt Mikkabi der Region Kita-ku seien deshalb die Stadtteile Nueshiro, Dozaki, Hanehira und Ona nach der Nue benannt. Im Japanischen haben diese Stadtteile jeweils die Schriftzeichen für Kopf, Torso, Flügel und Schwanz im Namen, weshalb ihren Namen angeblich daher kommen, welches Körperteil der Nue am jeweiligen Ort zu Boden gefallen ist. Und das Yadori-Dorf hatte früher einen anderen Namen, nämlich Yacho-Dorf. Yacho bedeutet Nachtvogel und setzt sich dementsprechend aus den Schriftzeichen für Nacht und für Vogel zusammen. Kombiniert man aber diese zwei Schriftzeichen in ein einzelnes, erhält man das Schriftzeichen für Nue. Gerade als er mit seiner ausschweifenden Erklärung fertig ist, hören draußen die Schreie auf.

Kazuha und Ran wollen nach Hause fahren, doch Heiji und Conan werfen ein, dass sie gerade erst angekommen seien, die Reise ziemlich lang war und es schon Nacht sei. Außerdem bezeichnet Heiji die alten Sagen als Schwachsinn und glaubt, dass die ganze Geschichte mit dem Bergarbeiter auch nur eine dieser modernen Mythen sei. Doch der Bürgermeister Densuke widerspricht, da der Zettel echt sei und er ihn sogar dabei hat. Er zieht den in eine Schutzfolie eingehüllten Zettel mit den Buchstaben „nue“ darauf aus einem Umschlag. Der Zettel wurde vom vorherigen Bürgermeister damals geborgen und war deshalb in den 16 Jahren seit dem Tod von Charles Abel im Rathaus archiviert, zusammen mit einer altertümlichen Haarnadel. Weiterhin erklärt Densuke, dass die Echtheit des Zettels überprüft und bestätigt worden sei. Zudem habe er detaillierte Aufzeichnungen über die Grabungsarbeiten von damals, weswegen man bei der Besichtigung der Grabungsstelle morgen gezielt nach dem Gold suchen könne und wenn alles von einer Kamera gut aufgezeichnet wird, werden hoffentlich viele Touristen in das Dorf kommen. Conan und Heiji merken in Gedanken an, dass der Bürgermeister eindeutig mehr Interesse an neuen Touristen als an dem Schatz hat.

Alle gehen zu ihren Zimmern, als Yasukatsu den Bürgermeister fragt, ob dieser seine Einzelbestellung fertig hat. Densuke bejaht dies und fragt, ob alle Bestellungen korrekt sind. Yasukatsu hat sich Milch und Whisky bestellt, Michiki Sake mit getrocknetem Tintenfisch, Fumie Weißwein und Soda, und Hajime Cola und Kartoffelchips. Heiji & Co. möchten nichts, da sie selbst einige PET-Flaschen dabei haben. Ran und Kazuha sorgen sich darum, ob sie überhaupt einschlafen können, woraufhin Fumie ihnen rät vorher nochmal ihre Zimmer zu durchsuchen, da sie selbst in ihrem Zimmer eine tote Maus in einer Schublade gefunden hat. Densuke wundert sich darüber, weil er eigentlich alle Zimmer extrem gründlich sauber gemacht hat. Hajime legt seine Hände auf die Schultern von Kazuha und Ran und bietet ihnen an, dass sie einfach mit ihm in seinem Bett schlafen können. Heiji und Conan machen ihm den Gegenvorschlag, dass er mit den Ratten schlafen solle. Heiji schiebt Hajime von den beiden Mädchen weg. Yasukatsu geht zu seinem Zimmer, da er früh ins Bett möchte, und findet unter dem Türspalt einen Zettel.

Kapitel_959-2Auf den Zimmern durchsuchen Ran, Kazuha, Conan und Heiji die Schubladen nach Mäusen, wobei sie alte Notizbücher finden. In einem davon ist über zwei Seiten ein einzelnes Hiragana-Schriftzeichen geschrieben. Conan vermutet, dass das Notizbuch dem toten ausländischen Bergarbeiter gehört hat und dass dieser Schreiben geübt hat. Hinten auf dem Notizbuch steht auch der Name Charles Abel in Hiragana geschrieben und Conan sagt, dass er das als Kind früher auch so gemacht habe. Ran merkt an, dass Conan doch jetzt ein Kind sei und bringt ihn dadurch ein bisschen in Verlegenheit. Plötzlich bemerkt Heiji draußen ein merkwürdiges Licht und schaut aus dem Fenster: In der Nähe des Eingangs ist ein Feuer ausgebrochen. Heiji alarmiert auch die anderen Gäste und alle rennen aus dem Gasthof. Hajime sagt, dass die Nue immer durch schwarzen Rauch angekündigt wird. Als Heiji sagt, dass es so etwas nicht gebe, taucht auf der anderen Seite des Feuers plötzlich eine Kreatur auf, mit scharfen Krallen und Zähnen, groß wie ein Stockwerk des Gasthofs, mit einer Schlange als Schwanz und komplett mit schwarzem Fell bedeckt. Die Kreatur reißt mit dem Maul ein Schild aus dem Boden und verschwindet um eine Ecke des Hauses. Da Heiji und Conan nicht durch das Feuer rennen können, müssen sie einmal ums Haus herumgehen, doch der Kreatur begegnen sie nicht. Die beiden finden lediglich das Schild mit entsprechenden Bissspuren. Conan und Heiji vermuten, dass die Kreatur wohl in den Wald gegangen sein muss. Conan bemerkt Bluttropfen am Boden und folgt diesen bis zur Leiche von Yasukatsu. Auf dessen Rücken befinden sich vier tiefe Schnitte, als hätte ihn ein wildes Tier mit den Klauen gerissen.

Ausblick: Eine Woche Pause! Das legendäre Monster Nue ist real?! Oder gibt es doch eine weltliche Erklärung und werden Heiji und Conan sie finden? Kapitel 960 erscheint in der Shōnen Sunday #26/2016 am 25. Mai.

 

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© Bilder: Gosho Aoyama, Shōgakukan. Alle Rechte vorbehalten.

2 Kommentare zu “Kapitel 959: „Die Nacht, in der die Nue schreit“

  • 18. Mai 2016 um 20:52
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    Oh man ich hab jetzt schon kein blasen Schimmer, wie der Täter eine Chimäre darstellt. Ich bin schon sehr gespannt auf das Ergebnis der Schlussfolgerung und echt heftig, wie sich der Hajime an Ran und Kazuha ran macht. Was auch wieder interessant ist, dass man so viel wieder über die japanische Mythologie erfährt. Bin gespannt wie es weiter geht.

  • 20. Mai 2016 um 12:29
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    Uh das ist echt ein spannender Fall. Die bei denen es um japanische Legenden geht sind immer am besten find ich. Auf jeden Fall hab ich keinen blassen Dunst wie der Täter das gemacht haben könnte.

    SPOILER SPOILER SPOILER:

    Mir erscheint der Charakter Fumie am verdächtigsten, da sie die Mädchen auf die Idee mit den Schubladen brachte. (sehr auffällig, dass dadurch Daten zum „Unfall“ auftauchen – > Notizbuch; hier fällt mir noch auf, dass der Tote ja Buchstaben schrieb, vielleicht kann man die Hiragana zu NUE irgendwie umdrehen und es erscheint ein Kanji oder so…. Mann was liebe ich solche Fälle 🙂 ) Und was hat bitte Weißwein mit Soda zu tun?! Wobei ich mich da nich auskenne…. Aber es klingt verdächtig weil man damit vielleicht chemisch tricksen kann. Mal sehen 🙂

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