Kapitel 1015: Das nächste Opfer ist…

In Kapitel 1015, „Polizistinnen-Serienmord“, geht die Mordserie an Frauen, die für die Gerechtigkeit einstehen, weiter. Die Rachefantasien des Täters bringen eine weitere Person in sein Visier…

Inhalt Kapitel 1015; drittes Kapitel zu Fall 293; später voraussichtlich in Band 96. Zu unseren Zusammenfassungen der vorigen Kapitel.
Auftretende Personen: Conan Edogawa, Kazunobu Chiba, Naeko Miike, Miwako Sato, Yumi Miyamoto, Wataru Takagi, Juzo Megure, Shukichi Haneda, Hyoe Kuroda, Toko Momosaki, Shiori Yagi
Ort: Café Poirot, Polizei-Hauptquartier Tokio, Wohnhaus im dritten Block des Haido-Viertels

Inzwischen sind neben Kuroda, Shiratori und Chiba auch Megure, Takagi und Sato am Tatort angekommen und untersuchen die Leiche von Shiori Yagi. Megure fasst zusammen, dass Shiori zu Tode gestürzt ist und vermutlich aus dem äußeren Treppenhaus des Apartmentkomplexes an der Straße geschubst. Zudem finden die Polizisten wie auch bei der Leiche von Toko Momosaki im Beika-Ostpark eine verbogene 100-Yen-Münze, welche auf der Rückseite eine Kirschblüte, das Emblem der japanischen Polizei, zeigt, was es sehr wahrscheinlich macht, dass der Täter einen Hass gegen die Polizei hegt.

Takagi, Shiratori und Chiba machen sich sofort auf, den Apartmentkomplex zu untersuchen und mögliche Zeugen ausfinding zu machen. Sato bemerkt noch etwas an der Leiche, was Kuroda nicht verborgen bleibt. Sato erklärt ihm, dass Shiori eine Aufschürfung auf der Nase hat und das ihr Lippenstift auf der rechten Seites ihres Munds verschmiert ist. Somit hat Shiori ihren Kopf von ihrem Smartphone abgewendet, was komisch ist, da ihre Hand daneben liegt und sie damit scheinbar Hilfe rufen wollte; Kuroda und Megure können sich darauf auch nicht direkt einen Reim machen. Deswegen will Kuroda abwarten, was die Kriminaltechniker nach der Untersuchung des Smartphones herausfinden: vielleicht konnte Shiori noch jemanden anrufen, der die Tat mitangehört hat.

Doch der Täter, der sich in der Menschenmenge beim Tatort befindet und die Polizisten beobachtet, weiß, dass er das Smartphone zerstört hat, bevor es eine Verbindung herstellen konnte. Doch im nächsten Moment wechselt der Täter wieder von Schadenfreude zu Wut und Hass: er fragt sich, wo die dritte Frau ist. Die Frau, die das Leben von Aiko geraubt hat. Dabei erinnert sich der Täter an die Verkehrskontrolle, bei der Shiori und Toko ihn aufgehalten haben. Währenddessen hatte Toko mit ihrer Freundin Yumi telefoniert (eine Hostess namens Yumiko, wie wir als Leser aus Kapitel 1014 wissen), und ihr sagt, dass es etwas später wird, weil sie erst noch Befragungen durchführen müssen.

Auch Conan ist in der Menschenmenge beim Tatort. Wie er sich schon gedacht hatte, hat der Fall wirklich etwas mit den drei Männer zu tun, die Shiori und Toko letzte Woche an der Kreuzung beim Café Poirot angehalten hatten. Conan schnappt sich deshalb sein Skateboard und macht sich auf dem Weg dorthin. Als er den Tatort verlässt, wird Conan von Kuroda bemerkt, der danach wortlos auf seinem Handy eine Textnachricht tippt.

Im Café Poirot spricht Conan mit Azusa und Amuro. Letzterer hat tatsächlich einiges von dem Vorfall mitbekommen. Laut ihm waren alle drei Männer wütend, nachdem sie zwecks Befragungen zum nächsten Revier gebracht werden sollten. Der erste Mann, der sein Smartphone beim Fahren benutzt hat und seinen Führerschein nicht dabei hatte, hat geweint und hat die Polizistinnen angefleht, ihn gehen zu lassen, weil seine neurotische Freundin schon länger auf ihn wartet. Der zweite Mann, der ohne Helm Motorrad gefahren ist und als Geisterfahrer unterwegs war, war wütend und hatte gebrüllt, dass seine Ex-Frau von ihrem neuen Lover verprügelt wird und er ihr schnell zu Hilfe eilen müsse. Der dritte Mann, der nicht angeschnallt war und dessen TÜV abgelaufen war, war nervös und in Eile, da seine jüngere Schwester von einem Stalker verfolgt wird, und er bei ihr sein muss, weil sie ansonsten in Gefahr sei. Nachdem er Amuro und Azusa darüber informiert hat, dass die beiden Polizistinnen ermordet wurden, erkundigt sich Conan bei Amuro danach, ob die Verdächtigen irgendwas mit Baseball, Golf oder mit Musik zu tun hatten. Das hat mit der Sterbenachricht vom ersten Tatort zu tun, denn dort hatte Toko wohl auf die Schaukeln gedeutet. „Schaukel“ heißt auf English „Swing“, und einen Baseballschläger, Golfschläger etc. „schwingt“ man, auf English also auch „swing“. Zudem ist „Swing“ auch eine Stilrichtung von Jazz. Doch Amuro weiß keine weiteren Details über die Verdächtigen. Amuro verspricht, Conan zu benachrichtigen, wenn ihm noch etwas einfällt, und Conan verlässt das Café. Azusa stellt fest, dass Conan manchmal wie ein richtiger Detektiv wirkt; dem stimmt Amuro zu, und geht sogar noch weiter, Conan sei ein unfassbar gewieftes „Private Eye“, wobei er auch an seine Konfrantation mit Shuichi Akai aus Kapitel 1012 denkt. Dabei tippt Amuro die ganze Zeit auf seinem Smartphone herum.

Im Polizeihauptquartier erfahren nun auch Yumi und Naeko durch Sato von dem Mord an Shiori. Sato erkundigt sich, ob sich Yumi einen Reim auf die Aufschürfungen an Shioris Nase machen kann, doch auch Yumi fällt nichts ein. Sato schickt die Fotos vom Tatort an Yumis Smartphone und macht sich dann wieder auf den Weg. Als Yumi die Fotos von der Straße betrachtet, hat sie einen Geistesblitz, weil es eine Gemeinsamkeit mit dem Park gibt, wo Toko getötet wurde. Doch bevor sie darüber weiter nachdenken kann, bekommt Yumi einen Anruf von einer unbekannten Nummer.

Es ist Shukichi Haneda, der Yumi lautstark und unter Tränen anschreit und fragt, warum sie seine Anrufe blockiert. Yumi entschuldigt sich dafür, aber Shukichi hatte sie wohl alle zehn Minuten angerufen, weswegen sie seine Nummer blockiert hat, um sich auf die Ermittlungen zu konzentrieren. Shukichi ist sehr besorgt, da er gerade in den Nachrichten von Shioris Tod erfahren hat; deshalb hat er sich das Smartphone von einem Shogi-Kollegen geborgt. Yumi versucht, seine Sorge zu zerstreuen und sagt Shukichi, dass er einfach schnell nach Hause gehen und sich auf seinen nächsten Shogi-Wettbewerb konzentrieren soll.

Den Tipp gibt Shukichi an Yumi zurück: auch sie sollte schnell nach Hause gehen und sich ausruhen, denn immerhin hatten sie beide letzte Nacht, als Yumi bei Shukichi geblieben ist, so viel Sex so lange Mah-Jongg gespielt, dass Yumi kaum Schlaf bekommen hat. Genervt von seiner ständigen Besorgnis sagt Yumi nochmal, dass sie schon verstanden hat, und beendet das Gespräch. Danach trennt Yumi sich von Naeko, weil sie noch etwas überprüfen will. Naeko soll aber ruhig schon Feierabend machen.

Unterdessen stößt Sato beim Tatort wieder zu Shiratori und Chiba, doch die beiden haben keine Zeugen gefunden, da im Apartmentkomplex, von dem Shiori gestoßen wurde, zur Tatzeit keiner zu Hause war (außer einem Rentner, der nie seine Wohnung verlässt). Deswegen machen sich die drei Polizisten auf, die Anwohner in der Nähe des Apartmentkomplexes zu befragen, solange deren Erinnerungen noch frisch sind.

Zur gleichen Zeit kommt auch Yumi wieder zum Tatort, wo Shiori gestorben ist, weil die anderen sicherlich etwas übersehen werden. Plötzlich überkommt Yumi ein Schauer und so vermutet, beobachtet zu werden, doch sie entdeckt niemanden in der Nähe. Doch als sie weitergeht, folgt ihr tatsächlich jemand.

Sato, Shiratori und Chiba sprechen währenddessen mit einer Frau, die in der Nähe wohnt. Diese hat zwar weder eine verdächtige Person, noch Shiori gesehen, doch bei „Zu Tode gestürzt“ fällt ihr etwas ein: vor einer Woche hat eine Frau Selbstmord begangen, in dem sie vom Dach eben jenes Apartmentkomplexes gesprungen war. Bevor Sato weitere Nachfragen stellen kann, durchdringt ein Schrei die Luft. In ihrer Sichtweite entdecken sie einen Mann, der schreit, dass da eine Polizistin tot sei. Sato, Chiba und Shiratori sprinten sofort los, und finden schließlich den regungslosen Körper von Yumi auf dem Boden des zweiten Tatorts.

Keine Pause! Yumi ist natürlich nicht tot… oder? Kann Conan endlich den entscheidenden Hinweis finden und den Täter identifizieren?
Kapitel 1016 erscheint in der Shōnen Sunday #31/2018 am 27. Juni.

 

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Bilder: © Gosho Aoyama/Shōgakukan

 

6 Kommentare zu “Kapitel 1015: Das nächste Opfer ist…

  • 20. Juni 2018 um 12:08
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    Spannend, Spannend. Und ja, natürlich ist Yumi nicht tot. Auch wenn ich es gar nicht mal schlecht fände wenn jemand aus dem Spotlight auch mal stirbt (wobei sie ja nichtmal in der ersten Reihe ist) einfach um den Anschein einer realen Gefahr zu wahren und um nicht vorher schon zu wissen, dass eh alles gut ausgeht. Aber hier wird sie sich zur Fallaufklärung selbst in die Markierung gelegt haben (der Mörder würde das nicht tun) um sich in das Opfer hineinzuversetzen und vielleicht einen neuen Hinweis zu finden.

  • 20. Juni 2018 um 12:20
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    Naja, wahrscheinlicher ist wohl eher, dass der Täter Yumi mit der Freundin von Toko und Shiori, Yumiko, verwechselt hat, und es erst gemerkt hat, als er Yumi schon mit dem Taser ausgeschaltet hat, aber bevor er sie umgebracht hat.

  • 20. Juni 2018 um 12:50
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    Der Mörder hat doch Yumiko noch nie gesehen oder? Wie hat er dann festgestellt das Yumi die falsche ist?

  • 20. Juni 2018 um 12:58
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    Ja, aber der Täter hat Yumi bereits gesehen, da sie mit Naeko zusammen bei der Befragung der drei Verdächtigen geholfen hat; doch der Täter weiß, dass die „Yumi“, auf die er es abgesehen hat, irgendwo in einem Club oder einer Karaoke-Bar auf ihre Freundinnen wartet; also kann die Polizistin, die damals auch beim Verhör war, nicht die richtige „Yumi“ am Telefon gewesen sein.

  • 20. Juni 2018 um 13:11
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    Ok, aber wenn er das im Vorfeld schon alles weiß, warum hat er sie dann angegriffen? Dann war es sicher kein Versehen. Auf jeden Fall ist sie noch am Leben, dass Blut ist noch das alte was bereits getrocknet ist.

  • 20. Juni 2018 um 19:55
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    Also ich bin immernoch erschüttert wie toru eifach so wieder auftauchen kann als wär nix gewesen 🙁 hoffentlich kommt die story noch was die alles besprochen haben in Shinichis Haus…

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