Exklusiv: Zweites Interview mit Detektiv Conan-Übersetzer Josef Shanel!

Detektiv Conan-LogoHerzlich Willkommen im Jahr 2015, liebe Leser! ConanNews.org startet mit einem Kracher ins neue Jahr und hat sich abermals mit dem Übersetzer der deutschen Detektiv Conan-Mangas zusammengetan: Josef Shanel im exklusiven Interview – mit euren Fragen, die wir unter anderem auf Facebook gesammelt haben. 🙂

Schon vor über zwei Jahren haben wir euch im Oktober 2012 ein erstes Interview vorlegen können, in welchem er Detektiv Conan-Fans erstmals Rede und Antwort stand. Ohne weitere Worte zu verlieren hat unser Kevin sie: Eure Fragen, eure Antworten! Aus dem Nähkästchen und äußerst ausführlich. Vielleicht entdeckt ihr ja eure Frage wieder! 🙂

ConanNews.org: Schönen guten Tag, Herr Shanel. Das erste Interview fand im Oktober 2012 statt, was hat sich seitdem für Sie verändert?

Josef Shanel: Ist das schon so lange her? Mal überlegen… Verändert hat sich eigentlich nicht viel. „Detektiv Conan“ begleitet mich weiterhin regelmäßig, und obwohl wir uns jetzt bereits bei über 80 Bänden befinden, dürfte diese Beziehung noch eine ganze Weile anhalten. Ansonsten kommen und gehen die Projekte und wirklich nichts in meinem Arbeitsleben dauert jetzt schon so lange an wie „Detektiv Conan“ – seit Band 1, also seit ca. Mitte 2000 schaut das kleine Genie alle paar Monate vorbei!
In den gut zwei Jahren, über die wir hier sprechen, gab es natürlich jede Menge anderer Projekte und die denkwürdigsten darunter waren vielleicht:
Die Übersetzung des Studio Ghibli-Films „Der Mohnblumenberg“ war ein schöner Job, inklusive einer Mini-Sprechrolle darin (aber wenn ich „mini“ sage, dann meine ich wirklich „mega-mini“).
Für Square Enix habe ich „Kingdom Hearts: HD I.5 ReMIX“ gemacht, eher eine Überarbeitung, sowie an den letzten Patches in deutscher Sprache von „Final Fantasy XI“ mitgewirkt.
Bei The Pokémon Company International war ich an „Pokémon X/Y“ beteiligt, was wieder spitze war, denn dort arbeitet man immer in einem großen Team, bis zu fünf Übersetzer pro Sprache, was einfach Spaß macht.
Ebenfalls sehr viel Freude haben mir die Arbeiten für Schneiderbuch gemacht – einige „Minecraft“-Handbücher sowie die Romanreihe zu „Temple Run“. Na ja, Romane trifft es nicht ganz, eher handelt es sich um Spielbücher, also Geschichten, bei denen der Leser alle paar Seiten mit einer Entscheidung konfrontiert wird, und je nachdem wie diese ausfällt, geht die Geschichte dann auf einer anderen Seite weiter oder findet auch manchmal ihr jähes Ende. Diese Buchreihe finde ich wirklich witzig!
„Resident Evil – Marhawa Desire“ gab’s auch, ein knackiger Manga in fünf Bänden, dessen Geschichte das Rad nicht neu erfindet, der aber durch enorme Stilsicherheit überzeugt und bei KAZÉ erschien.
Und ebenfalls erwähnen möchte ich hier unbedingt noch „My little Pony“. Da habe ich ab Ausgabe 5 die Comicbände übernommen und freue mich auf die Arbeit an allen folgenden Ausgaben. Sehr liebevoll geschrieben und voller Anspielungen und Gags – und zuckersüß ist es obendrauf!
Ja, das dürfte in etwa die Highlights der letzten zwei Arbeitsjahre abdecken. War alles schön abwechslungsreich. Aber halt, die Frage war ja, was sich seit letztem Mal verändert hat. Vielleicht wolltet ihr das also gar nicht so ausführlich haben und ein einfaches „Eigentlich nichts!“ hätte als Antwort genügt. Na ja, jetzt ist es eben etwas ausführlicher geworden. Im Grunde ändert sich tatsächlich eher wenig, Arbeit kommt und geht, doch manches davon bleibt eben in Erinnerung. Und ich kann mich wirklich glücklich schätzen, dass mir der Beruf immer noch so viel Spaß macht.

ConanNews.org: Da bleibt einem definitiv die Spucke weg… Kommen wir nun zur ersten Fan-Frage: „Wie kamen Sie dazu, Japanisch zu lernen und wie lange haben Sie dafür gebraucht? Wollten Sie schon immer Übersetzer werden?“

Josef Shanel: Das war eher Zufall. Tatsächlich liebäugelte ich nach dem Abitur (und dem Zivildienst) mit einem Jura-Studium, mein Abischnitt war aber nicht so überragend, und so hätte ich einige Wartesemester in Kauf nehmen müssen. Das erschien mir unsinnig und so schloss ich mich ein paar Freunden an, die mich mit ihrer verrückten Idee, Japanologie zu studieren, ansteckten. Meine Gedankengänge dabei waren wirklich sehr einfach: Japanisch können ist bestimmt cool, dann verstehe ich endlich mal die ganzen Importspiele, die ich mir auf Mega Drive, Saturn und Dreamcast immer reinziehe, und mit ein paar Kumpels zusammen kann so ein Studium doch gar nicht langweilig werden! Mit dieser Einschätzung behielt ich zum Glück Recht – wie geil war es bitte, „Shenmue“ zum Release auf Japanisch zu spielen und problemlos zu verstehen?! Und das Studium mit Kumpels und vielen neu gefundenen Freunden war auch eine sehr schöne Zeit. Bei meinem ersten Besuch in Japan, das war im Spätsommer 1998 nach dem Grundstudium für einen Monat lang Homestay in einer recht kleinen Ortschaft, hatte ich zwar noch merkliche Probleme, mich komplexer auf Japanisch auszudrücken, aber das wurde schnell besser. Die aktive Phase des Lernens sollten so zwei, maximal drei Jahre gewesen sein, von Studienbeginn bis zu meinem Auslandsjahr, das ich im Herbst 1999 antrat. In diesen zwei bis drei Jahren habe ich klassisch gelernt, sprich Vokabeln gepaukt, Kanji lesen und schreiben geübt, Grammatik gebüffelt, Texte gelesen und analysiert. Danach war ich wie gesagt ein Jahr in Japan und das Lernen trat in den Hintergrund bzw. wurde alltagsbezogener, also passives Lernen wie viel fernsehen und lesen, mit Leuten reden… und tatsächlich aber auch schon an den ersten großen Jobs sitzen, denn so weit war ich damals sprachlich schon – und so kam es, dass ich in der zweiten Hälfte meines Auslandsjahres an „Final Fantasy IX“ arbeitete. Das wiederum war nur möglich, weil ich im Frühjahr 1999 bereits an „SaGa Frontier 2“, ebenfalls für Square Enix, mitgearbeitet und mich die Firma in guter Erinnerung behalten hatte. Zu „SaGa Frontier 2“ kam ich übrigens durch einen Aushang an der Uni – es wurden Übersetzer für ein Videospielprojekt gesucht. Tatsächlich war das nur zweieinhalb Jahre nach Studienbeginn, aber es funktionierte wunderbar. Vielleicht half mir mein zweisprachiger Hintergrund (Deutsch und Tschechisch) dabei, Japanisch vergleichsweise schnell zu erlernen, Englisch in der Schule ist mir auch ziemlich leicht gefallen. So ging das also los, und wem dieser ganze Abschnitt zu verwirrend ist, hier die Kurzfassung: Alles Wesentliche der japanischen Sprache hatte ich nach zwei Jahren drauf, nach zweieinhalb Jahren war das Niveau hoch genug, um professionell damit arbeiten zu können, was ich ab dann auch getan habe. Aktiv zu lernen aufgehört habe ich nach drei Jahren, pünktlich zum Antritt meines Auslandsjahres. Und so gingen Ende des Studiums und Karrierebeginn zeitlich fließend ineinander über. Reingerutscht in den Beruf des Übersetzers bin ich aber wie gesagt eher durch Zufall. Doch der Job gefiel mir auf Anhieb so gut, dass ich mir ab da beruflich nichts anderes mehr vorstellen konnte.

ConanNews.org: „Lesen Sie privat auch gerne Mangas? Falls ja, welche?“

Josef Shanel: Ganz ehrlich, inzwischen überhaupt nicht mehr. Vor meinem Arbeitsleben und auch noch die ersten paar Jahre währenddessen natürlich schon und auch viel, aber das schlief irgendwann ein. Wenn man tagein, tagaus japanische Inhalte liest und auf Deutsch umsetzt, dann verschwindet irgendwann das Interesse, nach dem Arbeitstag auch noch privat in seiner Freizeit einen Manga in die Hand zu nehmen. Komischerweise ist das mit Videospielen nicht so, trotz häufiger Game-Jobs genieße ich nach wie vor Videospiele in meiner Freizeit – bei Anime und Manga beschränkt sich das Interesse aber fast nur noch auf die Arbeitszeit. Aber da mir die Arbeit wie oben geschrieben immer noch großen Spaß macht und, wie bei den meisten Menschen auch, einen großen Teil der Lebenszeit einnimmt, kann man wohl sagen, dass mir Anime und Manga also auch noch nach wie vor großen Spaß machen – nur eben nicht mehr jederzeit.

ConanNews.org: „Welchen Manga würden Sie denn gerne noch übersetzen? Einen persönlichen Favoriten, welcher bisher noch nicht in Deutschland erschienen ist?“

Josef Shanel: Eine knifflige Frage, aber wenn man meine Antwort zur Frage darüber sieht, verwundert es nicht, dass ich mir damit jetzt schwer tue, oder? Ich habe ehrlich gesagt keine sinnvolle Idee oder gar einen Favoriten, den ich hier anführen könnte. Vielleicht die Handvoll Manga, die zu den Sega-Spielen „Senjo no Valkyria“ und „Ryu ga Gotoku“ erschienen sind – ich liebe Sega! Ich gebe aber zu, dass ich diese Titel hier jetzt eigentlich nur aus Verlegenheit nenne… Wahrscheinlich müsste ich an dieser Stelle eher so etwas wie „Attack on Titan – Shingeki no Kyojin“ anführen, das seit einigen Jahren ziemlich populär in Japan ist. Nur erscheint das inzwischen ja seit diesem Jahr auch bei uns. Aber jetzt fällt mir noch etwas ein, wenn es auch nur bedingt zur Frage passt, da schon längst erschienen: Dass ich nie die „Kingdom Hearts“-bezogenen Mangas übersetzt habe, ärgert mich. Ich habe viele der Spiele übersetzt oder zumindest daran mitgewirkt, da hätte ich auch sehr gerne die Mangas gemacht. Ich mag Kingdom Hearts wirklich sehr! Und falls mir noch ein weiteres Abschweifen erlaubt ist: Ich lese gerade „Console Wars: Sega, Nintendo, and the Battle that Defined a Generation“, also das Buch würde ich wahnsinnig gerne übersetzen. Ist natürlich aus dem Englischen, aber das kommt bei mir auch ab und an vor, siehe Schneiderbuch.

ConanNews.org: „Was bereitet Ihnen beim Übersetzen die meisten Schwierigkeiten?“

Josef Shanel: Na ja, manche Besonderheiten der japanischen Sprache können etwas knifflig bei der Umsetzung sein. Singular und Plural bleiben oft unklar, wenn es sich nicht aus dem Kontext erschließen lässt. Auch finde ich, dass sich das gesellschaftliche Hierarchie-Denken nur bedingt gut auf Deutsch rüberbringen lässt, damit meine ich z. B. diese ganze „senpai – kohai“-Schiene, also dass Ältere automatisch höher stehen als Jüngere, und sich dieser Gedanke auch im Sprachgebrauch sowie dem Verhalten niederschlägt. Nahezu allergisch reagiere ich übrigens auf Suffixe, ich kann einfach mit „-chan“ & Co. im Deutschen nichts anfangen, das gehört da meiner Meinung nicht rein. Ebenso stellen sich mir bei Sachen wie „Onkelchen“ oder „Tante“ die Nackenhaare auf. Manchmal sind diese Dinge, die eher gesellschaftlichen als sprachlichen Eigenheiten geschuldet sind, aber auch nicht so leicht durch etwas Sinnvolles im Deutschen wiederzugeben.

ConanNews.org: „Ist das Übersetzen von Detektiv Conan besonders schwierig?“

Josef Shanel: Nein, eigentlich nicht. Am Anfang war es natürlich noch relativ anspruchsvoll, manche Sachverhalte und Mordtricks haben es ja durchaus in sich, nach jetzt über 80 Bänden aber schreibt sich ein Skript zu Detektiv Conan fast schon wie von alleine. Alles bleibt in einem inzwischen recht genau abgesteckten Rahmen, sprachliche Überraschungen bleiben aus, der Wortschatz macht keine wirklichen Sprünge, und obwohl Detektiv Conan der mit Abstand textlastigste Manga weit und breit ist, übersetze ich einen Band heutzutage vergleichsweise zügig und routiniert. Alles andere wäre nach all der Zeit aber wohl auch traurig! Gut, aber fernab vom Sprachlichen, alle paar Bände kann es inhaltlich schon etwas tückisch werden, immer dann wenn die Story rund um die Schwarze Organisation vorangetrieben wird und nebulöse Andeutungen fallen, die erst einige Bände später wieder aufgegriffen werden. Da muss man aufpassen, was man schreibt, um sich selbst kein Bein zu stellen. Und natürlich macht es einem die japanische Sprache besonders leicht, wenn man denn viel andeuten, aber möglichst wenig konkret aussagen will. Das ist der Grammatik geschuldet. So gibt es im Japanischen z. B. keinen klaren Plural und auch Personalpronomen müssen nicht zwingend verwendet werden, was überspitzt formuliert zu Sätzen führen kann, die so lauten: „Er/sie/es isst/essen einen Apfel/Äpfel.“ Ohne Kontext hat man es dann schwer, so etwas in eine westliche Sprache zu bringen und nicht in 50% der Fälle daneben zu liegen. Wenn ein Japaner einen Satz schreiben will, der im Kern unklar bleibt, dann kommt ihm seine Grammatik dabei wirklich sehr entgegen!

ConanNews.org: „Haben Sie eine bestimmte Figur aus Detektiv Conan besonders lieben und hassen gelernt?“

Josef Shanel: Von hassen kann keine Rede sein, aber ich bin zumindest kein großer Freund der Charaktere aus Osaka, allen voran natürlich Heiji und Kazuha. Im Japanischen hat der Kansai-Dialekt einen festen Platz als Stilmittel in der Popkultur, die deutsche Umsetzung davon bedeutet aber immer einen zusätzlichen Arbeitsschritt, der mir ehrlich gesagt wenig Spaß macht. Dabei fällt die Umsetzung eigentlich denkbar banal aus, im Deutschen spricht Heiji ja keinen Dialekt, sondern verschleift lediglich alles Gesagte nur ein wenig, z. B.: „Biste bescheuert?“, „Das isses!“, „So hab ich‘s aber nich‘ gemeint“, etc. Ein gefälliger Kompromiss, denn echte Dialekte wie Bayrisch oder Kölsch hätten im deutschen Schriftbild einfach eine andere Wirkung und wären unangebracht. Aber nun ja, Heijis verschliffenen Stil zu schreiben, das ist leider etwas ermüdend, und ich finde auch nicht, dass der Charakter dadurch großartig an Profil gewinnt. Objektiv gesehen wohl sicher eine vernünftige und schmerzfreie Umsetzung des Themas Kansai-Dialekt, aber entgegenfiebern tue ich Heijis Auftritten im Manga aus diesem Grund eben leider nicht. Und welche Figur ich liebe? Liebe ist so ein starkes Wort, aber dazu fallen mir Conan und Ai ein, die ich immer dann besonders witzig finde, wenn sie leicht unterkühlte Kommentare von sich geben oder sich gegenseitig kabbeln. Auch Kogoro gefällt mir oft gut, wenn er schön verpeilt ist und mit nicht wirklich sachdienlichen Schlussfolgerungen daherkommt oder im Minutentakt Conan anherrscht, wenn dieser wieder mal völlig eigenmächtig agiert und den Tatort auf den Kopf stellt!

ConanNews.org: „Für welche Figuren wünschen Sie sich ein Happy End?“

Josef Shanel: Natürlich für alle! Nach irgendwann über 100 Bänden haben sich das auch alle verdient, wie ich finde! Klar muss Conan wieder zu Shinichi werden und endlich eine richtige Romanze mit Ran anfangen, aber er sollte auf jeden Fall trotz des Altersunterschieds gut mit Ayumi, Mitsuhiko und Genta befreundet bleiben! Heiji und Kazuha würde ein Coming Out in Sachen Liebe nach all der Zeit auch gut zu Gesicht stehen – meinetwegen sollen sogar Kogoro und Eri ein zweites Mal heiraten! Ach was, ich gehe noch einen Schritt weiter: Sonoko, Makoto und Kaito Kid gehen ein gewagtes Dreiecksverhältnis ein. Oder auch nicht. Nein, vielleicht besser nicht! Und Ai muss selbstverständlich auch entschrumpft werden, sie ist aber eher der Typ, der allein bleiben sollte. Die kommt bestimmt auch ohne Partner gut zurecht! Shuichi Akais Wiederauferstehung wäre noch als i-Tüpfelchen cool, da würde sich auch Jodie sehr darüber freuen, aber ob DAS passieren wird…?

ConanNews.org: „Wenn Sie die Möglichkeit bekämen, Gosho Aoyama eine Frage zu stellen, welche wäre das?“

Josef Shanel: Kurz und knapp: Beim wievielten Band ist Schluss? Und das nicht, weil ich das Ende herbeisehnen würde, nein, sondern um zu sehen, ob Gosho Aoyama das bereits jetzt komplett einschätzen kann oder sogar genau weiß, wie viel Rahmenhandlung er noch bis zum Finale zu erzählen hat, oder ob er es eher unbedarft auf sich zukommen lässt. So ein bisschen vergleichbar mit George Lucas, von dem es ja auch hieß, er hätte die Drehbücher für Episode I – III bereits zu Drehbeginn von „Star Wars“ in der Schublade gehabt – was so ja nicht ganz stimmen kann, erhielt der erste Sternenkrieg doch erst zur Wiederveröffentlichung im Jahr 1981 und somit ein Jahr nach „Das Imperium schlägt zurück“ seinen Zusatz „Episode IV – Eine neue Hoffnung“. Ich wüsste einfach gerne, ob Gosho Aoyama zum jetzigen Zeitpunkt bereits alle wichtigen Storypunkte vorliegen und ausgearbeitet hat, oder ob er noch über der Auflösung grübelt. In einem Interview hat er ja mal gesagt, dass er zumindest am Anfang von „Detektiv Conan“ niemals gedacht hätte, dass eine Krimi-Serie so lange gehen könnte. Daher hat er viele der Charaktere erst nach und nach mit einer tieferen Hintergrundgeschichte versehen.

ConanNews.org: Zum Ende des Interviews haben wir noch eine Frage erhalten, die sich mit dem Ende der Serie beschäftigt: „Was ist Ihre Vermutung, wie Detektiv Conan eines Tages enden wird?“

Josef Shanel: Diese Frage habe ich vorausblickend ja bereits vor zwei Fragen beantwortet: Genau so wird doch alles kommen, oder?! Aber im Ernst, ich habe keine Ahnung und bin wirklich gespannt, wie die Geschichte um Shinichi und die Schwarze Organisation tatsächlich endet!

ConanNews.org bedankt sich bei Josef Shanel herzlich für das freundliche Interview!

5 Kommentare zu “Exklusiv: Zweites Interview mit Detektiv Conan-Übersetzer Josef Shanel!

  • 1. Januar 2015 um 16:11
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    Alle Figuren sollen ein happy end haben

  • 1. Januar 2015 um 16:23
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    ACHTUNG,ERNSTER MAJOR MANGA-SPOILER:

    Bin überrascht,dass selbst der Conan Übersetzer noch nicht weiß,dass Shuichi bereits wiederauferstanden ist.Weiß irgendwie noch so gut wie keiner,obwohl das Kapitel jetzt schon ein paar Monate draußen ist ^^

  • 1. Januar 2015 um 16:49
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    @NDragon1412:
    Das liegt wahrscheinlich daran, das Josef Shanel noch gar nicht bei der Übersetzungsarbeit von Band 85 ist 😉

  • 1. Januar 2015 um 17:37
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    @NDragon1412

    „aber ob DAS passieren wird…?“ hört sich schon nach einer ziemlich klaren Andeutung an. 😀

    _
    Scheint ja ein echt cooler Typ zu sein, super Interview, echt mal interessant zu sehen, wie er so dazu gekommen ist & vor Allem, dass das japanisch Lernen so schnell (denke ich mir mal, dass das schnell war..) ging!

  • 4. Januar 2015 um 23:09
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    Ich finde es schon schade, dass Josef Shanel kein Freund der Suffixe (‚chan‘ und Co.) ist. Gerade weil diese im Deutschen nur selten vernünftige Gegenstücke haben, würde ich ihm empfehlen, sie einfach beizubehalten. Denn wie er selbst ja sagt: Die Suffixe geben die Art der Beziehungen zu einander stark wieder. Und wenn die Suffixe sogar von wichtiger Bedeutung in einen Gespräch sind, benutzt er oft als Ausgleich für das Weglassen nur (Verzeihung…) halbherzige Umformulierungen. Ebenso ist schade, dass er auch die Wahl, ob man den Ruf- oder Familienname bei der Anrede benutzt, dem Deutschen angepasst hat.

    Bei einigen anderen Mangas, darunter auch Kaitou Kid, hat man die Suffixe ja einfach gelassen, was mir persönlich wesentlich lieber ist. Aber zumindest weiß ich jetzt, warum man bei der Übersetzung von Conan sich gegen die Suffixe entschieden hat.

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