Review: Detektiv Conan Film 29 „Der gefallene Engel des Highways“

Detektiv Conan Film 29 „Der gefallene Engel des Highways“ startet am 25. August in den hiesigen Kinos. Wir konnten den Film vorab reviewen.

Film 29 läuft seit dem 10. April 2026 in den japanischen Kinos und das sehr erfolgreich. Zwar reichte es nach Einspielergebnis nur zum vierterfolgreichsten Detektiv Conan-Film, doch wurde die Messlatte von den vorherigen Filmen extrem hoch gelegt. So bleibt festzuhalten, dass der Film mit Fokus auf die recht neue Polizistin Chihaya Hagiwara auch bei vielen japanischen Fans punkten konnte. Ab Dienstag bringt Crunchyroll den Film in Deutschland, Österreich und der Schweiz ins Kino. Wir bekamen den Film von Crunchyroll und Sony Pictures Entertainment Deutschland in einem exklusiven Presse-Screening vorab zu sehen und dürfen euch heute mit zwei Reviews einen Eindruck davon geben, was euch mit Detektiv Conan – The Movie (29) – Der gefallene Engel des Highways im Kino erwartet.

Philipps Review zu Film 29

Die Detektiv Conan-Filmreihe ist immer wieder für Überraschungen gut. Und das meine ich durchaus positiv: Wem es nach 28 Spielfilmen auch in der 29. Auflage gelingt, seine Zuschauerinnen und Zuschauer erneut begeistert ins Kino zu locken, hat einiges richtig gemacht!

Aber der Reihe nach: „Der gefallene Engel des Highways“ startet mit den Detective Boys, die nachts in Hakone in der Präfektur Kanagawa unterwegs sind. An einer Landstraße fährt unverhofft ein schwarzes Motorrad an ihnen vorbei – scheinbar mit einem kopflosen Fahrer! Am nächsten Tag wechseln wir zu Conan, Ran, Kogoro und Sonoko, die im Auto neben Masumi – sie natürlich stilecht auf einem Motorrad – zu einer Motorrad-Messe unterwegs sind. Dort soll ein brandneuer Motorrad-Typ vorgestellt werden. Doch bevor es dazu kommt, bekommen die fünf es auch hier mit einem Raser zu tun. Dieser schlengelt sich durch die vielbefahrene Schnellstraße, wodurch sich ein großer Unfall ereignet, durch den auch der von Kogoro gefahrene Wagen gestoppt wird. Ehe die Gruppe die Situation richtig einordnen kann, springt plötzlich ein schwarzer Fahrer auf einem schwarzen Motorrad über die Unfallstelle und nimmt die Verfolgung des ersten Rasers auf.

Chihaya fährt auf dem Motorrad an Ran vorbei

Zum Glück ist Chihaya zur Stelle und nimmt ihrerseits die Verfolgung des schwarzen Motorrads auf. Dieses hat unterdessen den ersten Raser erreicht, der sehentlich in Panik verfällt. Doch seine Bremsen funktionieren nicht mehr, er bekommt sein Fahrzeug nicht in den Griff und crasht. Chihaya gibt dies per Funk an ihre Kolleginnen und Kollegen weiter, will aber unbedingt das schwarze Motorrad stoppen. Der schwarze Fahrer verlässt nun die Schnellstraße und sorgt dadurch auf einer innerstädischten Kreuzung für großes Chaos. In dessen Folge droht ein Mädchen von einem Laster erfasst zu werden, doch Chihaya kann sie in letzter Sekunde vor einem Unglück bewahren. Die Verfolgung des schwarzen Motorrads muss sie dafür aufgeben, aber ein Menschenleben wiegt mehr.

Nach dem fulminanten Intro geht es – wie bei Detektiv Conan-Filmen gewohnt – zunächst gemächlicher weiter: Die Gruppe um Conan erreicht die Motorrad-Messe, wo „Angel“ vorgestellt wird – ein neuer Motorrad-Typ, der durch automatisierte Assistenzsysteme ein optimiertes Fahren ermöglichen soll. Das exklusiv für die japanische Polizei zugängliche Fahrzeug soll die Sicherheit auf den Straßen deutlich erhöhen. In einer Podiumsdiskusion zwischen dem Entwickler und der Designerin des Fahrzeugs werden jedoch auch Bedenken laut, das Fahrzeug könne für militärische Zwecke missbraucht werden. Während Chihaya in einer Testfahrt auf der Messe eindrucksvoll ihre Fahrkünste unter Beweis stellt, wird auf den Straßen Kanagawas wieder das schwarze Motorrad gesichtet. In Anlehnung an „Angel“ wird es von der Polizei „Luzifer“ genannt und sorgt erneut für brenzlige Situationen durch das Bedrängen anderer Motorräder.

Chihaya verfolgt Luzifer in Film 29 „Der gefallene Engel des Highways“

Die klassische Detektiv Conan-Formel wird in „Der gefallene Engel des Highways“ beileibe nicht neu erfunden, aber das ist auch gar nicht notwendig. Die Filmreihe ist seit Jahren genau damit extrem erfolgreich und setzt diesen Trend auch im neuesten Leinwandabenteuer von Conan und seinen Freunden fort. Wie wir es aus den vergangenen Jahren kennen, wird eine Figur – in diesem Falle Chihaya Hagiwara – prominent in Szene gesetzt und der Film um sie herum aufgebaut. Beachtlich ist, dass Chihaya erst seit Band 101 bzw. Episode 1098 in das Detektiv Conan-Universum hinzugestoßen ist und damit einem breiten Publikum noch gänzlich unbekannt sein dürfte. Wer sie vorher noch nicht kannte, sollte mit Film 29 aber definitiv Lust bekommen haben, die Göttin des Windes auch auf weiteren Motorrad-Jagden in der TV-Serie kennenzulernen.

Chihaya Hagiwara in „Der gefallene Engel des Highways“

Dem Team um Regisseur Takahiro Hasui und Drehbuchautor Takahiro Okura gelang es gekonnt, zu Chihaya die perfekt passenden Figuren aus dem breiten Charakter-Fundus der Serie zu ergänzen. Da ist zum Einen natürlich Jugo Yokomizo, der für Chihaya schwärmt und auf keinen Fall fehlen darf. Zum Anderen haben wir Jinpei Matsuda und Kenji Hagiwara, die in Chihayas Erinnerungen sehr präsent sind und allen Detektiv Conan-Fans spätestens seit „Die Halloween-Braut“ ein Begriff sein sollten. Ergänzt wird das Charakter-Ensemble, das seit einigen Jahren gekonnt auf eine ausgewählte Anzahl an Charakteren pro Film zurückgreift, durch Masumi Sera – ebenfalls eine Motorrrad-Liebhaberin und für diesen Film entsprechend passend besetzt. Positiv ins Auge fallen ebenfalls Yumi Miyamoto und Naeko Miike, die als Verkehrspolizistinnen aus Tokyo ihre Amtskollegin bei den Luzifer-Ermittlungen unterstützen. Unter dieser gelungenen Besetzung stechen die Detective Boys fast etwas negativ hervor, da ihnen im Film – abseits vom Quiz des Professors – eigentlich keine wichtige Rolle zukommt und sie eher als unwesentliches Beiwerk wirken.

Masumi und Conan auf dem Motorrad

Neue wie eingefleischte Detektiv Conan-Fans kommen mit „Der gefallene Engel des Highways“ voll auf ihre Kosten. Die Handlung des Films ist gewohnt actionreich, lässt aber auch den Kriminalfällen in einem gelungenen Gleichgewicht genug Raum zum Glänzen. Die mit künstlicher Intelligenz bestückten Motorräder geben den Zuschauerinnen und Zuschauern einige Denkanstöße mit auf den Weg, die auch über den Kinosaal hinaus nachwirken. Sofern dafür denn genug gedanklicher Raum bleibt und sich nicht das grandiose Ending „Last Dance Anata to“ von MISIA bereits als dauerhafter Ohrwurm festgesetzt hat. Film 29 „Der gefallene Engel des Highways“ bleibt damit positiv in Erinnerung und hat sich auf jeden Fall einen Platz in meinen persönlichen Top 10 der Detektiv Conan-Filme gesichert.

Jonathans Review zu Film 29

Mit „Der gefallene Engel des Highways“ geht die Filmreihe bereits in ihre 29. Runde und beweist einmal mehr, dass sie auch nach fast drei Jahrzehnten noch für spektakuläres Kino sorgen kann. Der neue Film verbindet Mystery, Action, Humor und emotionale Momente zu einem runden Gesamtpaket, das vor allem eines schafft: beste Unterhaltung! „Der gefallene Engel des Highways“ hat mich über weite Strecken bestens unterhalten und gehört für mich definitiv zu den stärkeren Detektiv Conan-Filmen der vergangenen Jahre.

Dabei bleibt der Film zunächst seiner bewährten Formel treu: Ein mysteriöser Fall, zahlreiche Figuren, immer neue Hinweise und schließlich eine große Auflösung, in der die zuvor gelegten Spuren zusammenlaufen. Die eigentliche Aufklärung ist dabei durchaus schlüssig, auch wenn die Vielzahl an Charakteren und Namen stellenweise etwas Konzentration erfordert. Gerade bei einem Film mit einer derart großen Besetzung kann man im Mittelteil durchaus einmal den Überblick verlieren. Gleichzeitig ist es schön zu sehen, wie viele bekannte Gesichter ihren Platz in der Geschichte finden, darunter beispielsweise auch Yumi Miyamoto und Naeko Miike, die sich wunderbar in das ohnehin große Ensemble einfügen.

Seine größten Stärken entfaltet der Film jedoch dort, wo Detektiv Conan auf der großen Leinwand besonders viel Spaß macht: bei der Action. Vor allem die zahlreichen Motorrad- und
Verfolgungssequenzen sind spektakulär inszeniert und profitieren enorm von der Kinoleinwand. Einen ganz entscheidenden Anteil daran hat Yugo Kanno. Seine Filmmusik ist von Beginn an unglaublich fesselnd und entwickelt gerade in Kombination mit den rasanten Verfolgungsjagden eine enorme Sogwirkung. Treibende Rhythmen und dieses Jahr auch mehr elektronische Klänge verleihen den Szenen zusätzliche Geschwindigkeit und machen Kannos Soundtrack zu einem echten Highlight des Films.

Zwischen all der Action vergisst der Film glücklicherweise auch seine emotionalen und humorvollen Seiten nicht. Besonders die Einbindung von Kenji Hagiwara und Jinpei Matsuda gehört für mich zu den gelungensten Aspekten. Wie ihre Szenen in die Geschichte eingebaut und mit der Gegenwart verbunden werden, ist teilweise überraschend elegant und verleiht dem Film an den richtigen Stellen eine ganz besondere emotionale Tiefe. Mein persönliches Highlight ist allerdings Chihaya Hagiwara. Sie bekommt einige der stärksten und spektakulärsten Momente des gesamten Films und entwickelt dabei eine unglaubliche Präsenz. Auch die deutsche Synchronisation kann wieder auf ganzer Linie überzeugen. Die vertrauten Stimmen verleihen den Figuren viel Charakter und funktionieren sowohl in den humorvollen als auch in den emotionalen und actionreichen Szenen hervorragend.

Interessant ist außerdem der erneute Blick auf das Thema künstliche Intelligenz. Nachdem bereits „Das schwarze U-Boot“ verschiedene Fragen rund um moderne Technologie aufgeworfen hat, steht diesmal das neue Polizeimotorrad „Angel“ mit seinen hochentwickelten Assistenzfunktionen im Mittelpunkt. Angesichts der rasanten Entwicklung von KI und autonomen Systemen und ihrer zunehmenden Bedeutung in unserer heutigen Welt ist das Thema aktueller denn je. Der Film wirft dabei interessante Fragen nach Kontrolle, Vertrauen und dem möglichen Missbrauch solcher Technologien auf. Gleichzeitig bleibt ein wenig das Gefühl zurück, dass gerade hier noch mehr möglich gewesen wäre. Das vorhandene Potenzial wird eher angedeutet als vollständig ausgeschöpft.

Und dann ist da noch das Finale: Ohne zu viel zu verraten, läuft der Film hier noch einmal zu Höchstform auf. Spannung, Action, Musik und Emotionen greifen ineinander und sorgen für einige Momente, die bei mir sowohl pure Gänsehaut als auch einige Tränen hervorgelockt haben. Gerade in diesen letzten Minuten zeigt sich noch einmal, wie gut der Film die verschiedenen Elemente miteinander verbinden kann.

Conan auf dem Skateboard in Film 29

Natürlich ist auch „Der gefallene Engel des Highways“ nicht vollkommen frei von kleinen Wermutstropfen. Die große Zahl an Figuren kann stellenweise etwas unübersichtlich werden und nicht jeder Charakter bekommt die Gelegenheit, wirklich im Rampenlicht zu stehen. Trotzdem überwiegt für mich ganz klar das Positive. Denn am Ende bleibt vor allem das Gefühl, eine verdammt unterhaltsame Zeit im Kino gehabt zu haben. „Der gefallene Engel des Highways“ liefert spektakuläre Action, einen schlüssigen Fall, eine großartige Filmmusik, emotionale Charakter-Momente und ein Finale mit Gänsehautgarantie. Für mich gehört der 29. Detektiv Conan-Kinofilm damit definitiv zu den besseren Filmen der vergangenen Jahre und ist ein Film, den man als Fan unbedingt auf der großen Leinwand erleben sollte.

„Der gefallene Engel des Highways“ in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Wer nach unseren Meinungen jetzt Lust hat, den Film im Kino zu sehen, kann das ab 25. August 2026 in Kinos in Deutschland, Österreich und der Schweiz tun. Der Film ist dort mit deutscher Synchronisation und in einer OmU-Fassung zu sehen. Den Kinofinder findet ihr hier.

Vielen herzlichen Dank an Crunchyroll sowie Sony Pictures Entertainment Deutschland dafür, dass ConanNews.org den Film im Voraus ansehen und einem Review unterziehen durfte!

Conan mit seiner typischen Pose in Film 29

Bilder: © 2026 GOSHO AOYAMA/DETECTIVE CONAN COMMITTEE All Rights Reserved.

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